Mündliche Frage von Frau Kirsten Neycken-Bartholemy an Minister Franssen
Zur Skolengo
Regierungskontrollsitzung des Ausschusses III vom 13.03.2025
Im September 2022 wurde Skolengo als Schulverwaltungssystem in verschiedenen Schulen der DG eingeführt. Seit Mitte 2024 sollen alle Schulen der DG auf das einheitliche Schulverwaltungssystem umgestiegen sein. Dieses System erlaubt es, Abläufe zu organisieren, sie für die Stundenpläne zu nutzen, Abwesenheiten zu erfassen, Tagebucheintragungen zu machen, Zeugnisse zu schreiben, sowie mit den Schülern und den jeweiligen Eltern zu kommunizieren. Die Daten der Schüler der DG sollen ebenfalls über Skolengo erfasst werden.
Hierzu meine Fragen:
- Wie ist die Resonanz der Schulen zu „Skolengo“?
- Welche Unterstützung bekommen Schulen im Umgang mit Skolengo?
- Inwieweit ist die Erfassung der Daten der Schüler über Skolengo vorangeschritten?
Einschalten! Kirstens Frage in der öffentlichen Sitzung von Ausschuss III
Antwort des Ministers:
Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
Sehr geehrte Frau Neycken-Bartholemy,
seit Beginn des Schuljahres 2023/24 setzen sämtliche Grund- und Sekundarschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft das Schulverwaltungsprogramm Skolengo ein. Dieses System dient als zentrale Plattform für die Schülerverwaltung und ermöglicht eine strukturierte Erfassung und Pflege wesentlicher Informationen. Darunter die Stammdaten der Schüler, ihre Studienwahl, Klassenzugehörigkeit sowie die Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten.
Die verpflichtende Nutzung des Systems stellt dabei eine wichtige Voraussetzung für die Implementierung einer zentralisierten Schülerdatenbank dar, welche in Zukunft als Grundlage für ein umfassendes Bildungsmonitoring in der Deutschsprachigen Gemeinschaft dienen soll.
Während Grundschulen das System aufgrund der wirksamen Datenverwaltung und hohen Benutzerfreundlichkeit als deutliche Verbesserung wahrnehmen, mussten für einige Sekundarschulen individuelle Anpassungen vorgenommen werden, da sie zuvor spezifische Verwaltungsprogramme nutzten, die zusätzliche Funktionen boten. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Anbieter erfolgreich umgesetzt, sodass die Akzeptanz auch dort weitgehend gefestigt ist. Es zeigt sich, dass das Programm einer stetigen Weiterentwicklung unterliegt, um den unterschiedlichen Anforderungen der Schulen noch besser gerecht werden zu können.
Neben Verwaltungsfunktionen bietet Skolengo ebenfalls optionale pädagogische Module, wie etwa die digitale Abwesenheitsverwaltung, die Einsicht in Stundenpläne oder ein digitales Klassenbuch. Schulen, die diese aktiv nutzen, berichten von sehr positiven Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich der verbesserten Transparenz und Effizienz in der schulischen
Kommunikation und Organisation. Allerdings erfordert die Implementierung neuer, digital unterstützter Prozesse zunächst eine gewisse Umstellung und ein hohes Engagement aller Beteiligten.
Der Fachbereich IT-Unterrichtswesen betreut die Schulen während aller Projektphasen individuell und steht in kontinuierlichem Austausch mit den Anwendern, um Rückmeldungen aus der Praxis zu sammeln und gegebenenfalls an den Bedarfen orientierte Optimierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Anbieter vorzunehmen. Darüber hinaus können die Schulen auf umfassende Unterstützung in Form von Schulungen und Workshops zurückgreifen.
Die zentrale Schülerverwaltung ermöglicht bereits heute bedeutende Fortschritte in der Datenkonsistenz und Automatisierung: Durch strukturierte und standardisierte Erfassung aller Schülerdaten wird unter anderem die automatische Berechnung des Stellenkapitals ermöglicht, was eine erhebliche administrativen Erleichterung für Schulen, Schulträger und Ministerium darstellt. Zudem erlaubt das System eine schulübergreifende, bis zu zehn Jahre rückwirkende Nachverfolgung der Schülerlaufbahn, was die Bildungsplanung verbessert. Und nicht zuletzt für Einschreibungen und Schulwechsel reduziert Skolengo den manuellen Aufwand und Fehlerquellen, da bestehende Schülerkonten übernommen werden können.