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SP Ostbelgien erfreut über Vormarsch der PDS

Die SP Ostbelgien freut sich über die Entscheidung der Pater-Damian-Sekundarschule Eupen, ab dem kommenden Schuljahr ein eigenständiges Fach „Politische Bildung“ einzuführen, um so die politische Bildung junger Menschen endlich systematisch zu stärken und fordert die DG-Regierung zur Handlung auf.

Bereits seit Jahren wird im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft über das Thema debattiert. Innerhalb der SP Ostbelgien ist man sich schon lange einig, dass ein eigenständiges Fach im Bereich der Politischen Bildung unabdingbar ist.

Dennoch passiert hier seitens der zuständigen Minister seit Jahren nicht genug, bemängelt Parteipräsidentin Linda Zwartbol in einer Pressemitteilung.

Dabei kommt die Forderung nicht nur aus der Politik. Schüler selbst wünschen sich mehr politische Bildung im Unterricht. Auch der Rat der deutschsprachigen Jugend (RDJ) ist vor kurzem noch auf die Thematik und dessen Wichtigkeit in der Presse eingegangen.

Dass nun eine einzelne Schule vorangeht, unterstreicht die Dringlichkeit in Zwartbols Augen.

“Gerade in Zeiten von Desinformation, Fake News und wachsendem Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen ist politische Bildung keine Nebensache. Wer möchte, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv an unserer Demokratie beteiligen, muss ihnen auch das nötige Wissen vermitteln”, so Zwartbol weiter.

Die Pressemitteilung greift indes den Wortlaut des Interviews der beiden Lehrerinnen der PDS auf: “Uns dauert es manchmal schlicht zu lang, auf übergeordnete Entscheidungen zu warten. Wir halten das für das Richtige und haben deshalb nicht mehr gewartet.“

Die SP Ostbelgien unterstützt den Vormarsch und freuet sich sehr über die Initiative, die im Wohle der Jugendlichen getätigt wurde und sehen hier den zuständigen Minister in der Verantwortung, dieses Thema endlich in den Fokus seiner Prioritäten zu rücken und zu handeln. „Wir fordern die DG-Regierung dazu auf, endlich zu handeln und ein eigenständiges Fach „Politische Bildung“ für ganz Ostbelgien auf den Weg zu bringen, damit alle Schülerinnen und Schüler in der DG davon profitieren können. Politische Bildung gehört ins Zentrum der Ausbildung junger Menschen. Desinteresse kann man den jungen Menschen nicht vorwerfen, ganz im Gegenteil! Sie wünschen es sich selbst. Dieses Angebot darf nicht vom Engagement einzelner Schulen abhängen, sondern sollte für alle zugänglich sein“, so Zwartbol abschließend.